Ingrid & Ole Larsen

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Diabetes und Parodontitis

Mit dem Diabetes und der Parodontitis treffen zwei Volkskrankheiten aufeinander. Beide Erkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität und können andere schwerwiegende Erkrankungen auslösen oder Folgeerkrankungen begünstigen.

Fragen an Ingrid Larsen:

Gibt es Wechselwirkungen zwischen Diabetes und Parodontitis?
Es bestehen Wechselwirkungen. Nahezu jeder schlecht eingestellte Diabetiker kann ebenso an Parodontitis leiden. Bei Diabetikern besteht im Vergleich zu Gesunden ein bis zu dreifach höheres Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken.

Was bedeutet das?
Im Fall einer Diabeteserkrankung ist der Zahnhalteapparat durch den dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel sowie die daraus resultierenden Gefäßerkrankungen belastet und die Regenerationsfähigkeit infolge eines geschwächten Immunsystems reduziert. Ein gut eingestellter Blutzuckerspiegel hingegen erhöht die Regenerationsfähigkeit des Zahnhalteapparates.

Wie entsteht Parodontitis?
Auslöser für Zahnfleisch- und Zahnhalteapparaterkrankungen sind meist bakterielle Zahnbeläge (Plaque oder Biofilm), die sich am Zahnfleischrand und in den Zahnzwischenräumen festsetzen. Wird die Plaque nicht regelmäßig entfernt, produzieren die in ihr enthaltenen Bakterien Stoffe, die für das Zahnfleisch schädlich sind. Die bakteriellen Giftstoffe greifen das Zahnfleisch an und verursachen eine Zahnfleischentzündung. Hinweise für einen Entzündung sind Schwellungen und Rötungen am Zahnfleisch sowie Zahnfleischbluten. In diesem Stadium kann die Zahnfleischerkrankung noch leicht behandelt werden und ohne Folgeschäden für den Zahnhalteapparat ausheilen. Bleibt eine Behandlung jedoch aus, kann die Entzündung in tiefere Schichten des Zahnhalteapparates vordringen und eine Parodontitis auslösen.

Wer ist besonders von Parodontitis betroffen?
Generell gilt: Je höher das Alter, desto höher das Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken. Von der häufigsten Form der Parodontitis, der chronischen Parodontitis, sind vor allem Erwachsene ab 40 betroffen. Die seltenere Form, die sogenannte aggressive Parodontitis tritt bei Patienten auf, die unter 30 Jahre alt sind.

Wie ist das Zusammenspiel zwischen Zahnärzten und Diabetesexperten?
Diabetologen und Zahnärzten stimmen ihre Vorbeuge- und Therapiekonzepte aufeinander ab. Diabetesexperten raten Diabetikern zu einer maßvollen und ausgewogenen Ernährung und zu regelmäßiger Bewegung. Gewichtsabnahme und Senkung des Blutzuckerspiegels können bereits die Risiken für eine Parodontitis deutlich verringern. Aus zahnmedizinischer Sicht gilt: Sorgfältige Mundhygiene, die das Reinigen der Zahnzwischenräume mit einbezieht, der Verzicht aufs Rauchen und eine ausgewogene Ernährung sind eine gute Basis für die Mundgesundheit. Zu den weiteren wichtigen Vorbeugemaßnahmen gehören regelmäßige Kontrolluntersuchungen und die regelmäßige, professionelle Zahnreinigung.